Die Betonbaufirma Lüning & Sohn verfügte über zwei Produktionsorte, nämlich in Syke und in Bremen–Hemelingen. Dort befand sich die Betriebsstätte an der Hemelinger Straße 46.[1] Der Historiker Müller[2] nennt für den letzteren eine Zahl von 50 Frauen, die täglich per Lastwagen aus dem 20 km entfernten Lager Stuhr/Obernheide transportiert wurden. Wie auch bei der Firma Rodiek […]
Der Marinesoldat Emil Walter Köster wurde im Nationalsozialismus als Homosexueller verfolgt. Nach seiner Flucht aus dem Straflager VII in Esterwegen wurde er kurz vor Kriegsende in der ostfriesischen Gemeinde Ihrhove – Westoverledingen ermordet. Seit April 2025 erinnert ein Denkmal auf dem Friedhof in Ihrhove an seine Geschichte. Emil Walter Köster (Rufname: Walter) wurde am 15. […]
1910 errichteten Bremer Kaufleute an der Sebaldsbrücker Heerstr. eine Kakao- und Schokoladenfabrik, die ab 1922 den Namen „Goldina AG“ erhielt. Ab dem 1. Januar 1940 wurde der Betrieb „infolge der durch den Krieg entstandenen Rohstoffknappheit“ stillgelegt. Die leeren Fabrikhallen wurden danach als Unterkunft für Zwangsarbeiter genützt, darunter sowohl Arbeiter aus Polen, als auch „Zivilarbeiter“ aus den […]
Im Jahr 1943 richtete die Organisation Todt (OT) westlich von Schwanewede die Lager Heidkamp I und II ein. Die dort untergebrachten Zwangsarbeiter*innen wurden beim Bau des Bunker „Valentin“ und anderen Bauprojekten in der Umgebung eingesetzt. Die OT war eine paramilitärische Bauorganisation, die kriegswichtige Projekte, wie den „Westwall“ oder den „Atlantikwall“ umsetzte.[1] Dabei griff die OT […]
Drei Transporte mit Sinti und Roma aus Nordwestdeutschland verließen ab dem 8. März 1943 Bremen, wo die Menschen zuvor auf dem Schlachthof festgehalten worden waren. Unter ihnen befand sich der Bremer Sinto Rudolf Schmidt, der nach 1945 in schockierender Offenheit und mit eindringlichen Worten in seinem ‚Wiedergutmachungsverfahren‘ seine Erlebnisse in Auschwitz-Birkenau schilderte. In dem „Zigeunerfamilienlager“ wurde […]
Der stellvertretende Leiter der Bremer Kriminalpolizei, dem zugleich die „Dienststelle für Zigeunerfragen“ unterstellt gewesen war, Kriminaldirektor Carl Krämer, verfasste 1949 einen Bericht für das Landesamt für Wiedergutmachung über die nationalsozialistische Verfolgung der Sinti und Roma in Bremen. Hierin gab er an, dass die Planungen für die Verhaftungen im Mai 1940 „in den Händen eines Krim.-Kommissars […]
Der aus Magdeburg stammende Klempnermeister Carl Wilhelm Francke zog 1871 nach Bremen und gründete 1872 am Philosophenweg eine Installationswerkstatt für Gas- und Wasserleitungen. In der Neustadt baute er bereits 1875 eine größere Betriebsstätte in der Bachstraße auf. Die Francke Werke expandierten weiterhin: Sie installierte nun u.a. in größeren Gebäuden komplette Leitungssysteme (Gas, Wasser, Heizung und […]
Heinrich Hermann Gross, laut Melderegisterkartei auch Imhoff genannt, wurde am 25. Dezember 1914 in Bremen geboren. Er hatte zwei Brüder und eine Schwester. Er war ledig. Seine Schwester beging 1938 Selbstmord. Gross war längere Zeit in einem Heim für Jugendliche in der Neuenlander Str. 107 und in den „Arbeitsstätten“ im Buntentorsteinweg 94 untergebracht. Das Landgericht […]
1905 wurde von den Stadtwerken in Bremen-Hastedt ein Kraftwerk angelegt, das zu diesem Zeitpunkt bereits einen Turbinenantrieb hatte. Es belieferte sowohl Privatkunden, wie auch die Industrie und Straßenbahn mit Strom. Kennzeichnend für das Kraftwerk waren seine Schornsteine. Das Werk lag direkt an der Weser, was insofern günstig war, weil damit Speise- und Kühlwasser in genügendem […]
1901 bauten die Stadtwerke in Bremen-Woltmershausen ein neues Gaswerk. Es ersetzte das Gaswerk an der Schlachthofstraße. Es diente der Gasversorgung von sowohl privaten Haushalten, wie auch der Industrie. Die Machtergreifung der Nationalsozialisten in Bremen wirkte sich negativ auf die Belegschaft des Gaswerks aus. Insbesondere die Belegschaft des Gaswerks galt innerhalb der Stadtwerke politisch als eher […]